|
|
Trägerschaft: regioViamala, Thusis. Beteiligte Branchen/Gruppen
Kurzbeschrieb des Projektes
Interessenvertreter aus verschiedensten Bereichen wie Tourismus, Landwirtschaft, Kultur und Landschaft haben sich zusammengeschlossen, um mit den Gemeinden ein touristisches Impulsprogramm für die Region Schamserberg zu lancieren. Ziel ist es, mit neuen Angeboten mehr Touristen in die Region zu holen. In einem ersten Schritt geht es darum, das Gästebetten-Angebot qualitativ und quantitativ zu verbessern, weil die touristische Wertschöpfung langfristig nur durch zusätzliche Übernachtungen erhöht werden kann. Dafür will man leer stehende Häuser, Wohnungen, und Maiensässe renovieren und nutzen. Die Vermarktung soll zentral durch die Schweizer Reisekasse Reka erfolgen. Gründe für das Projekt Seit Jahren arbeiten verschiedene Interessengruppen an Entwicklungsprojekten für die Region Schamserberg. Konkrete Ergebnisse sind jedoch weitgehend ausgeblieben, weil die Meinungen über die Zukunft der Region ziemlich weit auseinander gehen. In der Zwischenzeit hat sich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation weiter verschlechtert. Verantwortlich dafür sind vor allem der stagnierende Tourismus, die Veränderungen in der Landwirtschaft, die Liberalisierung in den Bereichen Post, Kommunikation, Energie u. a. sowie die Konzentration von Arbeitsplätzen in den Zentren. Auf Initiative des Regionalverbands regioViamala haben sich die verschiedenen Interessengruppen zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Projekte zu realisieren, die der Region neue Impulse geben. Dabei stützt man sich auf die Ziele und Grundsätze des Entwicklungskonzeptes II sowie auf den Richtplan des Kantons Graubünden 2000. Im Vordergrund steht dabei die Förderung des ländlichen Tourismus. Projektziele Die Verbesserung des Gästebettenangebotes ist ein erster Schritt in Richtung einer umfassenden Qualitätsoffensive für den ländlichen Tourismus im Sommer und Winter. In den folgenden Bereichen sollen Entwicklungsschritte eingeleitet werden:
Neben der qualitativen Aufwertung des touristischen Angebotes ist vor allem die Schaffung von Teilzeitarbeitsmöglichkeiten ein wichtiges Ziel.
Zeitlicher Rahmen Projektdauer: drei Jahre (ab Sommer 2001) Finanzieller Rahmen Gesamtkosten: CHF 280 000.- Auswirkungen des Projektes
Modellcharakter des Projektes
Nicht nur am Schamserberg und in vielen Bündner Bergdörfern, sondern in den meisten Gemeinden aller alpinen Landesteile gibt es leer stehende Häuser und Wohnungen. Das Nutzungskonzept der Projektträger kann andernorts in gleicher oder ähnlicher Form übernommen werden. Die qualitative und quantitative Verbesserung des Gästebettenangebotes muss allerdings in eine umfassende Förderinitiative für den ländlichen Tourismus in der ganzen Region eingebettet sein und die Vermarktung der Gästebetten professionell und zentral betrieben werden. Projektleitung twz Tourismus Werkstatt Ziltener Aus dem Schlussbericht Nach einer intensiven Informations-, Akquisitions- und Organisationskampagne bei einheimischen und auswärtigen Eigentümern von Ferienwohnungen gelang es den Projektakteuren im Sommer 2003, die ersten Mietobjekte im Reka-Ferienkatalog 2004 anzubieten. Unter dem gemeinsamen Auftritt der Regionen Andeer und Schamserberg konnten sie darin auf 7 Ferienwohnungen mit 34 Betten hinweisen. Die Renovationen und Anschaffungen nach den Qualitätsstandards der Reka lösten private Investitionen von ca. 250 000 CHF aus. Im Ferienkatalog des Folgejahres erweiterten die Anbieter das Angebot auf 10 Wohnungen mit 45 Betten. Für 2006 besteht dasselbe Angebot. Die lokalen Anbieter konnten ihre Umsätze im Direktverkauf leicht steigern. Im Frühjahr 2003 erschien die erste Auflage eines Kulturführers, der im Herbst 2005 aktualisiert wieder aufgelegt werden konnte. In Zusammenarbeit mit PostAuto Graubünden ist ein Kombiangebot mit Pauschaltarifen für Transport und Eintritt im Erlebnisbad Andeer entstanden. Zudem lancierten die Projektakteure eine gemeinsame Werbeaktion zur Akquisition von Busreisen in die Region. Stand: März 2006
|