Trägerschaft: Neckertal Tourismus.
Beteiligte Branchen/Gruppen
- Tourismus
- Gastgewerbe
- Gewerbe
- Handel
- Landwirtschaft
- Kultur
Kurzbeschrieb des Projektes
Um das touristische Angebot der Region Neckertal ausserhalb der Wintersaison attraktiver zu machen, liessen die Projektträger fünf Fabeltiere, die so genannten Neckis, auferstehen. Zu den Abenteuern der Neckis ist ein Kinderbuch erschienen. Darauf abgestimmt soll nun ein Natur- und Erlebnisweg speziell für Familien entstehen. Rund um den Neckiweg werden weitere Vermarktungsaktivitäten in Landwirtschaft, Gastronomie, Kultur und Gewerbe lanciert.
Gründe für das Projekt
Das Toggenburg ist in wirtschaftlicher Hinsicht eine akzentuiert schwache Region. Dem regionalen Entwicklungskozept entsprechend soll vor allem der Tourismus gefördert werden. Insbesondere will man das Angebot ausserhalb der Wintersaison ergänzen und stärker vermarkten. Der neue Wanderweg bildet dafür die Grundlage. Die Trägerschaft «Neckertal Tourismus» mit den fünf politischen Gemeinden und Verkehrsvereinen des Neckertals garantieren, dass das Projekt nach Abschluss der Unterstützung durch Regio Plus weitergeführt wird.
Projektziele
- Förderung des Neckertals als Ausflugs- und Ferienregion
- Positionierung des Neckertals als «Wander- und Erlebnistal» für Familien und Senioren
- Förderung der einheimischen landwirtschaftlichen Produkte
- Vermarktung der Fabeltiere «Neckis»
- Aufbau einer umfassenden Dienstleistungskette für Touristen
- Steigerung der Wertschöpfung in allen beteiligten Branchen
Vorgehen und zeitlicher Rahmen
Projektdauer: 1999 bis 2003
Massnahmen:
- Entwicklung der Grundidee und Veröffentlichung eines ersten Fabelbuches
- Konzipieren und Bereitstellen der Natur- und Erlebniswerte auf den fünf Necki-Teilrouten
- Erarbeiten eines Übernachtungskonzeptes (von Daunen bis Stroh)
- Erarbeiten eines attraktiven Verpflegungsangebotes für Kinder und Familien unter Berücksichtigung einheimischer Produkte
- Erarbeiten eines Marketingkonzeptes
- Promotionsveranstaltungen
- Broschüre
- Internet
- Public Relations
- Merchandising (Neckis als Spielzeug, Souvenirs etc.)
- Ausbau der Wanderwege und Beschilderung
- Konzept für Neckis Abenteuer 2. Teil (Erlebniswerte auf dem Wanderweg ergänzen)
Finanzieller Rahmen
Gesamtkosten: Fr. 351'000.-
Auswirkungen des Projektes...
... auf den Arbeitsmarkt
Der Neckiweg hilft, das bestehende Angebot im Tourismus, Gewerbe und in der Landwirtschaft besser auszulasten und sichert damit in erster Linie Arbeitsplätze. Gleichzeitig bietet er die Möglichkeit für Nebeneinkommen.
... auf die regionale Wirtschaftsstruktur
Das Projekt will das Neckertal als Naherholungsgebiet für die Agglomerationen Zürich, Winterthur und St. Gallen aufwerten und dadurch die Wertschöpfung im Tourismus, Gewerbe und in der Landwirtschaft erhöhen.
... auf die Umwelt
Die intakte Umwelt ist das touristische Kapital des Neckertals. Auf dem Neckiweg sollen die Touristen unter anderem für die Naturwerte der Region sensibilisiert werden.
Modellcharakter des Projektes
Der «Necki» dient zwar als Promotor für den Tourismus, das Projekt geht aber über die reine Tourismusförderung hinaus. Der branchenübergreifende Charakter bietet das Umfeld für die Entwicklung neuer Produkte in allen beteiligten Bereichen. Die Idee, mit Fabeltieren für den Tourismus zu werben, die für die Region neu ist, lässt sich auch andernorts realisieren.
Projektleitung
Alois Gunzenreiner
Unterdorfstr. 21
9122 Mogelsberg
Tel. 079/446 51 54
Fax. 071/374 14 74
E-mail: gunzenreiner@swissonline.ch
Aus dem Schlussbericht
Im Rahmen des Projekts bauten die Akteure die regionale Wegbeschilderung systematisch aus. Entlang des Wegnetzes entstanden einladende Erlebnisplätze mit direkten Bezügen zu einem neu publizierten Kinderbuch. Als Integrationsfigur dient dabei das Fabelwesen «Necki», das als Plüschtier auch erworben werden kann. Packages wie die «Erlebnistage Neckertal», «Schlemmen im Neckertal» oder die Wanderungen «Wissen um den Mond» oder «Astronomie» sind neue touristische Attraktionen. Die verschiedenen im Zuge des Projekts realisierten Events und Teilprojekte waren Anlass für eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Gewerbevereinen, Betrieben und touristischen Anbietern. Als wertschöpfungssteigernd erwies sich insbesondere das Teilprojekt «Schlemmertuch», ein Angebot an regionalen Produkten, das in der Ausbildungsstätte Auboden zusammengestellt wird. Die angestrebten Teilziele wurden im Laufe des Projekts redimensioniert, da die umfassende Kooperation zwischen allen touristischen Angeboten nicht im erhofften Masse gelang.