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Trägerschaft: IG Miscanthus.
Beteiligte Branchen
Kurzbeschrieb des Projektes
Die Miscanthus-Pflanze (Chinaschilf) ist ein nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff. Die Projektträger haben daraus ein Granulat entwickelt, das sich für die industrielle Fertigung von Kunststoff-Spritzgussteilen (vor allem Chip- und Kreditkarten) eignet. Ziel ist es, diesem Granulat als ökologische Variante zu den herkömmlichen Kunststoffprodukten auf Erdölbasis auf dem Markt zum Durchbruch zu verhelfen. Das Marktpotenzial für entsprechende Produkte ist riesig; so hat allein die Swisscom einen jährlichen Bedarf an Chipkarten von bis zu 20 Millionen Stück. Ein anderes Miscanthus-Produkt ist Faserleichtbeton. Hier geht es vor allem darum, die relevanten Zielgruppen (Bauherren, Architeken, Baufachleute) von den Vorteilen dieses biologischen Baustoffes zu überzeugen und entsprechende Partnerschaften aufzubauen. Gleichzeitig sollen die bestehenden Miscanthus-Produkte - Einstreu für Tiergehege sowie Miscanthus als Gartenpflanze - besser vermarktet werden. Darüber hinaus will man aber auch neue Produkte entwickeln. So etwa ein Kultursubstrat für den Gartenbau, Schilfplatten oder Pressteile. Gründe für das Projekt Der Anbau und die Verarbeitung von Miscanthus bietet Landwirten die Chance, im Sinne der aktuellen Agrarpolitik in neue Märkte zu diversifizieren und so den Absatzrückgang bei anderen Produkten zu kompensieren. Das Marktpotenzial ist vorhanden, dies zeigt die zunehmende Nachfrage nach ressourcenschonenden Rohstoffen. Das Miscanthus-Granulat kann weitgehend auf den gleichen Produktionsanlagen und Werkzeugen verarbeitet werden wie der Rohstoff auf Erdölbasis. Trotzdem hat sich die Entwicklung marktreifer Produktlinien als sehr schwierig und aufwändig erwiesen. Trotz grossen Vorleistungen durch die Miscanthus-Produzenten ist es bis heute nicht gelungen, eine Verwertungslinie mit hoher Wertschöpfung zu realisieren. So wurde der jährlich anfallende Miscanthus lediglich als Einstreu für Tiergehege oder als Gartenbaumulch verwertet. Mit professionellen Strukturen soll sich dies nun ändern. Das Know-how für neue Produkte ist vorhanden. Nun geht es darum, diese auch umzusetzen und in der Industrie und im Bau zu vermarkten. Ausserdem leistet das Projekt einen Beitrag zur Lösung von Umwelt-, insbesondere Entsorgungsproblemen. Projektziele
Vorgehen Wichtigste Tätigkeiten 2002 - 2005
Eine Geschäftsstelle mit entsprechendem Pflichtenheft besteht bereits. Zudem erhielten die Projektträger bereits die ISO-Zertifizierung für das Granulat und die Faserleichtbeton-Bauweise. Mit der Swisscom (jährlicher Chipkartenbedarf von bis zu 20 Millionen Stück) wurden bereits erste Gespräche geführt. Zeitlicher Rahmen Projektdauer: 5 Jahre ab Januar 2001 Finanzieller Rahmen Gesamtkosten: CHF 1 135 000 Auswirkungen des Projektes...
Modellcharakter des Projektes Das Projekt entspricht den Kriterien der Nachhaltigkeit und hilft den ländlichen Regionen, ein brachliegendes Entwicklungspotenzial auszuschöpfen. Die durchschnittliche Benutzungsdauer von Chip- und ähnlichen Karten beträgt heute drei Tage. Deren Kompostierbarkeit ist für ökologisch ausgerichtete Unternehmen in diesem Markt ein wichtiges Marketingargument. Miscanthus-Bauelemente schonen die Ressourcen, genügen baubiologischen Ansprüchen und bieten dem lokalen/regionalen Gewerbe neue Absatzschancen. Gleichzeitig ist «Miscanthus» ein Beitrag, um die Ziele der Agrarpolitik umzusetzen. Projektleitung
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