|
|
Trägerschaft: Caritas Schweiz und Bethlehem Mission Immensee.
Beteiligte Branchen
Das Projekt gründet auf der Jahrhunderte alten Tradition, nach Santiago de Compostela in Spanien zu pilgern. Der Jakobsweg besteht aus einem europaweiten Pilgerwegnetz. Die Verantwortlichen haben die Projektstrecke Einsiedeln- Schwyz- Brunnen- Luzern- Werthenstein- Willisau- Huttwil- Burgdorf- Gümligen- Rüeggisberg ausgewählt. In einer ersten Phase sanieren und signalisieren Angehörige eines Beschäftigungsprogrammes für Erwerbslose den Weg. Anschliessend wird ein pilgerspezifisches Animationsprogramm geschaffen, das den Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, sich mit aktuellen Themen und Werten des gesellschaftlichen Lebens auseinanderzusetzen. So werden entlang der Projektstrecke 14 Pilgerstationen zu Themen wie Arbeit, Zeit, Geld, Solidarität, Hoffnung usw. eingerichtet. Wichtige Grundlage des Projektes bilden die weitgehend intakte Landschaft, das reichhaltige kulturelle und kulturhistorische Erbe sowie weitere touristische Potenziale der beteiligten Regionen. Landwirtschaft, Handel, Gewerbe, Hotellerie und Transportunternehmen entlang der Strecke haben die Chance, ihr Angebot auf den Pilgertourismus abzustimmen. Gründe für das Projekt Pilgern ist im Trend. Auch der Jakobsweg zieht Jahr für Jahr mehr Besucherinnen und Besucher an, die auf der Suche nach spirituellen Werten sind. Die Projektverantwortlichen möchten die Pilgernden darüber hinaus für aktuelle soziale Themen sensibilisieren. Der wachsende Pilgertourismus bietet gleichzeitig die Möglichkeit, um in den beteiligten Regionen wirtschaftliche und kulturelle Impulse auszulösen, ohne die Umwelt zu belasten. Landwirtschaft, Detailhandel, Gastronomie, Hotellerie, Gewerbe und Transportunternehmen verfügen diesbezüglich über ein Potenzial, das es auszuschöpfen gilt. Das Projekt bietet sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten für Erwerbslose und kann überdies die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Heimat stärken.
Der Europarat hat die Bewahrung und Wiederbelebung der Jakobswege zur gesamteuropäischen Kulturaufgabe erklärt. Sie sind zudem auf der Liste der UNESCO-Weltkulturgüter. Projektziele
Vorgehen und zeitlicher Rahmen Die Realisierungsdauer beträgt 32 Monate (Januar 1997 bis August 1999). Sie umfasst folgende Massnahmen:
Finanzieller Rahmen Gesamtkosten: Fr. 750 668 Auswirkungen des Projektes...
Modellcharakter des Projektes Das Projekt adaptiert das Pilgern auf die heutigen spirituellen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Es verbindet materielle mit immateriellen Werten. Gleichzeitig fördert die Wanderbewegung den Austausch zwischen Stadt und Land sowie zwischen verschiedenen sozialen Gruppen. Der Jakobsweg gibt Impulse, um andere Pilger- oder Wanderwege neu zu beleben. Projektleitung Aus dem Schlussbericht Das Projekt wurde kostengünstiger realisiert als budgetiert und gab der Region wertvolle Impulse in verschiedener Hinsicht: WirtschaftlichDie Projektstrecke von Einsiedeln über Luzern nach Rüeggisberg wirkte sich vor allem bei den Tourismusanbietern, dem Gastgewerbe, der Hotellerie, dem Detailhandel sowie bei den landwirtschaftlichen Betrieben positiv aus. Dank dem Pilgertourismus konnten diese ihr Übernachtungs-, Verpflegungs- und Transportangebot ausbauen. Das Projekt trug wesentlich dazu bei, den Jakobsweg in der Region bekannter zu machen. Allein die von Caritas herausgegebene Publikation «Ein gutes Stück Weg - Auf dem Jakobsweg zwischen Einsiedeln und Rüeggisberg» ist bisher weit über 1000 Mal verkauft worden. Detailliert beschrieben wird die Streckenvariante der Caritas Schweiz und der Bethlehem Mission Immensee auch auf der Website www.jakobsweg.ch, die von der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland initiiert wurde. Kulturell und spirituellZur Attraktivität des Jakobswegs tragen vor allem die vielfältigen Angebote entlang der Projektstrecke bei. Dazu gehören insbesondere die so genannten Einstiegsrituale, Pilgerstationen und Wegzeichen, die bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut ankommen. Die Angebote regen zur Auseinandersetzung mit kulturellen, spirituellen und sozialpolitischen Themen an. Das Projekt fördert aber auch den Austausch zwischen Menschen aus der Stadt und vom Land sowie aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Zusammenarbeit mit anderen BeteiligtenDer Erfahrungsaustausch mit anderen Beteiligten - namentlich mit der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland und regionalen Wirtschaftsverbänden - hat sich gut eingespielt. Eine sehr gute Zusammenarbeit ergab sich insbesondere mit der Organisation RegioHER (Hinterland-Entlebuch-Rottal) sowie mit der Region Trachselwald und vielen Gemeinden am Weg. In den Medien ist das Projekt auf ein sehr gutes Echo gestossen. Zudem konnten Kontakte zu verschiedenen Personen geknüpft werden, die sich schon lange intensiv mit dem Pilgern befassen. Dank ihrem Engagement und den diversen «Patinnen» und «Paten», die sich regelmässig um den Wegabschnitt kümmern, bleibt das Pilgerangebot zwischen Einsiedeln und Rüeggisberg auch in Zukunft erhalten und wird zum Teil sogar weiter ausgebaut. August 2001
|