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Trägerschaft: Verein
"Erlebnis Freiamt". Folgende Organisationen sollen eingebunden werden:
Freiämter Landwirtschaftsverein; Landwirtschaftliches Bildungs-
und Beratungszentrum Muri; Gemeinsames Agrarmarketing Aargau;
Gewerbevereine Muri und Sins; Industrievereinigung Freiamt; Wirteverein
Bezirk Muri; Kulturkommission Merenschwand; Stiftung Meienberg; "Muri
Vision"; Historische Gesellschaft Freiamt; Stiftung Reusstal.
Beteiligte Branchen/Gruppen:
- Kulturhistorische Kreise
- Freizeit
- Tourismus
- Landwirtschaft
- Gewerbe
- Tranport
- Gastronomie
- Natur- und Landschaftsschutz
Kurzbeschrieb des Projektes
Mit
fünf Teilprojekten soll das aargauische Freiamt vor allem als
Destination für den Ausflugstourismus aufgewertet und bekannter
gemacht werden. So will man die bestehenden Angebote qualitativ
verbessern, miteinander verknüpfen und durch neue ergänzen.
Die Projektträger wollen für mehr Transparenz bei den
Angeboten sorgen und damit eine bessere Koordination ermöglichen.
Mit diversen Informationsmassnahmen wie Broschüren und
Internetauftritt sollen insbesondere die Zielgruppen effektiver
angesprochen werden. Dazu gehören: "Geniesser", "Kulturell
Interessierte" sowie "Familien und Kinder". Zusätzlich will man
Landwirte motivieren, spezielle Tourismus-Angebote zu realisieren wie
etwa Apéro- und Partyservice, Kindergeburtstage, Wellnesstouren
mit Abendessen, Hoffeste, Firmenanlässe, Exkursionen, Feiern auf
dem Bauernhof, Erlebnisseminare, Märkte usw. Ziel ist es auch,
diese Angebote in Zusammenarbeit mit der Gastronomie, dem
Transportgewerbe und Tourismusunternehmen zu Dienstleistungspaketen zu
verknüpfen.
Gründe für das Projekt
Zu den Vorzügen der Region gehört die weitgehend
intakte ländliche und unverbaute Kulturlandschaft zwischen Reuss
und Lindenberg. Das Obere Freiamt ist ein beliebtes Naherholungsgebiet
der angrenzenden Agglomerationen. Mit dem Kloster Muri hat das Gebiet
auch kulturhistorisch einiges zu bieten. Trotz der vielen Vorzüge
ist der Bekanntheitsgrad der Region gering. Dies liegt vor allem daran,
dass es noch viel zu wenig touristische Angebote gibt; die bestehenden
Angebote sind zudem kaum koordiniert. Dies ganz im Gegensatz zu den
Nachbarregionen im Süden und Westen, die zur Zeit touristisch
aktiver und auch besser organisiert sind. Das Obere Freiamt braucht
deshalb eine Informationsdrehscheibe, die zur Zusammenarbeit anregt,
neue Entwicklungen in Gang setzt, eine Übersicht schafft und die
Angebote koordiniert.
Projektziele
Allgemeine Ziele
Das Projekt soll:
- der Bevölkerung und den Besuchern Gelegenheit geben zu
einer vertieften Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit ihrem
Lebensraum, ihrer Kultur und Geschichte des Oberen Freiamtes;
- das Image der Region als attraktiver Lebens- und Erholungsraum verbessern;
- durch regionale Kooperation zwischen den Wirtschaftszweigen
zu einer Verbesserung der Wertschöpfung in der Region beitragen
und die Innovation in den beteiligten Branchen unterstützen;
- unter Berücksichtigung des kantonalen
"Erholungslenkungskonzeptes Reussebene" einen nachhaltigen Beitrag zur
Steuerung des (Ausflugs-)Tourismus leisten.
Touristische Ziele
Das Projekt soll:
- die touristischen Angebote ergänzen und verknüpfen;
- dem (Tages-)Tourismus, der sich heute vorwiegend auf das
Reusstal konzentriert, neue Angebote aus der ganzen Region
entgegensetzen;
- mit innovativen und zum Teil branchenübergreifenden
Angeboten aus den Bereichen Landwirtschaft, Gastronomie, Gewerbe,
Kultur, Bildung und Unterhaltung neue Zielgruppen ansprechen und damit
die regionale Wertschöpfung erhöhen;
- der Landwirtschaft die Möglichkeit geben, in den Dienstleistungsbereich zu diversifizieren.
Kulturelle Ziele
Das Projekt soll:
- interessante Aspekte der reichen Geschichte, Kultur und
Landschaft des Freiamtes für eine breite Öffentlichkeit
erlebbar machen;
- die Übersicht über die kulturellen und anderen Angebote im Freiamt sowie die Koordination verbessern.
Qualitätsziele
Das Projekt soll:
- nachhaltig sein, regionale Kreisläufe fördern und den sanften Tourismus unterstützen;
- die Lebensqualität fördern;
- bei der Bevölkerung akzeptiert sein.
Vorgehen und zeitlicher Rahmen
Projektdauer: 4 Jahre (ab 2001)
"Freiamt à la carte" besteht aus fünf Teilprojekten. Folgende Massnahmen sind vorgesehen:
- Teilprojekt: Informationsplattform
- Info-Broschüre und Internet-Auftritt
- Projektlogo
- Evtl. Einrichtung einer Reservationsstelle
- Teilprojekt: Kulturell Interessierte
- "Kultur und Geschichte des Freiamtes erleben":
Kulturhistorische Schätze des Freiamtes erfassen und zu
touristisch verwertbaren Angeboten aufbereiten.
- "Spannendes, unbekanntes Freiamt kennen lernen und
erleben": Besonderheiten des Freiamtes in Themenbereichen wie
Landwirtschaft, Gewerbe, Handwerk, Industrie, (Fluss-)Landschaft,
Geologie, Fauna, Flora, Wald oder Holz touristisch nutzen.
- "Nutzungskonzept für das Amtshaus Meienberg":
Massnahmen für die Nutzung des touristischen Potenzials des
Amtshauses und seiner Umgebung.
- Teilprojekt: Landwirtschaft
- "Entwicklung und Realisierung vernetzter touristischer
Angebote": Umsetzen von gemeinsamen Dienstleistungspaketen in
Landwirtschaft, Gastronomie, Tourismus und Transport. Projektideen:
"Freiämter Tour", "Der Natur auf der Spur", "Vom Hallwilersee
über den Lindenberg zur Reuss" oder "Strohtour für Wanderer
und Velofahrer".
- "Innovative Angebote der Freiämter
Landwirtschaft": Bauernfamilien schaffen ein vielfältiges
Produkte- und Dienstleistungsangebot. Projektideen: Apéro-,
Partyservice, Kindergeburtstage, Wellnesstour mit Abendessen, Hoffeste,
Firmenanlässe, Exkursionen, Feiern auf dem Bauernhof,
Erlebnisseminare, Märkte usw.
- Teilprojekt: Familien und Kinder
- "Abwechslungsreiche Wander- und Velowege im Oberen
Freiamt": Wander- und Velowege signalisieren und beschriften sowie mit
attraktiven Begleitangeboten (z.Bsp. von Gastronomie- und
Landwirtschaftsbetrieben) aufwerten.
- "Kinderweg im Oberen Freiamt": Gestaltung eines
anregenden und vielseitigen Kinderweges als Ausflugsziel für die
ganze Familie.
- Teilprojekt: Geniesser
- "Kulinarische Spezialitäten aus dem Oberen
Freiamt": Ein gemeinsames Projekt von Gastronomie, Landwirtschaft und
Verarbeitungsgewerbe (Bäckereien, Metzgereien und Käsereien)
zur Realisierung einer Speisekarte mit typischen regionalen
Spezialitäten/Menüs. Alle verwendeten Produkte stammen aus
natur- und tiergerechter Produktion.
- "Aktivitäten der Restaurants im Oberen Freiamt":
Gemeinsame verkaufsfördernde Aktionen der regionalen Gastronomie
zur Kundenbindung.
Finanzieller Rahmen
Gesamtkosten: Fr. 400 000
In den Teilprojekten "Kinderweg im Oberen Freiamt" und
"Abwechslungsreiche Wander- und Velowege im Oberen Freiamt" sind
Infrastrukturkosten von 25 000 Franken budgetiert. Diese Aufwendungen
sind in den für Regio Plus anrechenbaren Projektkosten nicht
enthalten; die Finanzierung erfolgt über Sponsoring.
Auswirkungen des Projektes
...auf den Arbeitsmarkt
Das Projekt trägt dazu bei, die regionale
Wertschöpfung zu erhöhen und dadurch Arbeitsplätze in
den beteiligten Branchen zu sichern und neue zu schaffen.
...auf die regionale Wirtschaftsstruktur
Mit dem Teilprojekt "Plattform und Internetauftritt für
(kulturelle) Angebote des Oberen Freiamtes" wird eine
Informationsdrehscheibe für die Region geschaffen. Durch die
branchenübergreifende Vernetzung will man neue wirtschaftliche
Potenziale erschliessen und ausschöpfen. Das Projekt schliesst
eine Lücke, indem es eine Plattform bietet für verschiedene
Partner, die gemeinsam eine Initiative ergreifen wollen.
Durch die Steuerung der Ausflugsströme und die
qualitative Verbesserung der touristischen Angebote werden die
kantonalen und regionalen Entwicklungskonzepte unterstützt.
Landwirte haben die Möglichkeit, in den Dienstleistungsbereich zu diversifizieren.
...auf die Umwelt
Das Projekt fördert regionale Kreisläufe und einen
nachhaltigen, sanften Tourismus. Insbesondere soll auch die
Übernutzung einzelner Erholungsgebiete vermieden werden.
Gleichzeitig wird ein Beitrag zur Erhaltung der wertvollen
Kulturlandschaft geleistet. Ausserdem will man die Bevölkerung
vermehrt für ihren Lebensraum sensibilisieren und zu einem
schonenden Umgang mit der Umwelt motivieren.
Modellcharakter des Projektes
Die Vernetzung wirtschaftlicher und kultureller Elemente ist
für die Region neu. In fast allen Teilprojekten finden sich zudem
Ideen und Vorgehensweisen, die auch auf überregionaler Ebene
neuartig und auf andere Regionen übertragbar sind.
Projektleitung
Jörg Mühlebach (Präsident)
Bruno Burkhard, Geschäftsleiter
Erlebnis Freiamt
LBBZ
5630 Muri
Tel. 056/675 76 80
Fax 056/675 76 70
E-mail: info@freiamt.ch
Internet: http://www.freiamt.ch/
Aus dem Schlussberichtung
Im Laufe der
Umsetzungsarbeiten hat sich das Einflussgebiet des Projekts um mehr als
das Doppelte ausgeweitet. Die geografische Ausdehnung und die
finanziellen Möglichkeiten erforderten von den Beteiligten die
Konzentration auf drei Hauptprojekte: den Freiämterweg, den
Kinderweg und die Homepage (www.freiamt.ch).
Der neu geschaffene Freiämterweg ist heute 180 Kilometer lang und
umfasst über 60 Informationstafeln. Der Weg ist sehr beliebt.
Attraktionen sind eine Wandermedaille, ein Wanderpin und ein mit Karten
versehener Wanderführer, der soeben in einer zweiten, erweiterten
Auflage erschienen ist.
Stark besucht ist auch der Kinderweg. Er ist für Kinder bis 12
Jahre konzipiert und konfrontiert sie mit den vier Elementen Wasser,
Feuer, Erde und Luft.
Daneben beteiligten sich die Projektverantwortlichen an zahlreichen
Einzelaktionen wie zum Beispiel an Messen und Märkten. Angebote
wie Grillkurse, kulinarische Anlässe, Open Air Kino und
Weihnachtsmarkt unterstützten zwischen 2001 und 2005 den
Imagewandel der Region.
Die Marke Freiamt etablierte sich im Laufe des Projekts als
Identifikation stiftendes Erkennungsmerkmal und wird heute sowohl von
privaten als auch öffentlichen Institutionen eingesetzt. Die
Geschäftsstelle von Erlebnis Freiamt hat nach Projektende bei Muri
Info Gastrecht erhalten und wird weitergeführt.
Der Verein Erlebnis Freiamt wird sich in Zukunft auf die Pflege der
drei im Rahmen des Projekts geschaffenen Hauptangebote konzentrieren.
Die geplante Erweiterung des Freiämterwegs wird im Juni 2007
abgeschlossen. Einzelne Teilprojekte werden in Zukunft von Sponsoren
und voraussichtlich durch die drei Regionalplanungsgruppen des Freiamts
sowie durch die Gemeinden getragen.
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