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Trägerschaft: Region Oberes Emmental Beteiligte Branchen/Gruppen
Kurzbeschrieb des Projektes Immer mehr erbringen Bauernfamilien auch Dienstleistungen im Bereich der Resozialisierung Straffälliger, der Rehabilitation Drogensüchtiger sowie der Betreuung von Behinderten, Senioren und Pflegekindern. Einen entsprechenden Ausbildungsgang gibt es allerdings nicht. Dies wollen die kantonalen landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren (LBBZ) und die Landwirtschaftliche Beratungszentrale Lindau (LBL) ändern. Ihr Ziel ist es, zusammen mit sozialen Fach(hoch)schulen in der ganzen Schweiz Lehrgänge zu realisieren, die vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) anerkannt sind. Die Ausbildung soll Interessierten ein fundiertes Know-how vermitteln und sie befähigen, qualitativ hoch stehende Betreuungsleistungen zu erbringen. Die Projektverantwortlichen haben das Emmental als Pilotregion für den ersten Ausbildungsgang gewählt, weil diese Art der Betreuung hier bereits seit einiger Zeit von verschiedenen Bauernfamilien angeboten wird. Der erste Lehrgang wird am Inforama Emmental in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sozial- und Sonderpädagogik der BFF Bern (Berufs-, Fach und Fortbildungsschule Bern) durchgeführt. Gründe für das Projekt Die Rehabilitation Drogenabhängiger, die Resozialisierung Straffälliger sowie die Betreuung von Behinderten, Pflegekindern und Senioren ist eine wichtige gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Aufgabe. An entsprechenden Betreuungsplätzen fehlt es aber immer mehr. Bauernfamilien können einen wichtigen Beitrag leisten, um diese Engpässe im Gesundheitssektor zu bewältigen oder eine alternative Betreuungsform zu Heimplatzierungen anbieten. Erfahrungen zeigen, dass sich das ländliche Umfeld besonders für diese Art der Betreuung eignet. Gleichzeitig sind diese Betreuungs-Dienstleistungen eine Möglichkeit für Bauernfamilien, den Strukturwandel im ländlichen Raum zu bewältigen. Das Interesse in bäuerlichen Kreisen, in diese Richtung zu diversifizieren, ist gross. Entsprechend hat auch die Nachfrage nach einer fachlichen Ausbildung zugenommen. Projektziele Allgemeine Ziele:
Qualitätsziele: Die Ausbildung soll:
Finanzieller und zeitlicher Rahmen Gesamtkosten: CHF 353'000 Projektdauer: 5 Jahre (ab Mai 1999 bis 2003) Auswirkungen des Projektes ...
Modellcharakter des Projektes Wegen ihren Verpflichtungen im Betrieb haben Bauernfamilien nur sehr wenig Zeit, eine Ausbildung in Angriff zu nehmen. Erschwerend hinzu kommen die oft langen Anfahrtswege ins Zentrum. Das dezentrale Angebot der Lehrgänge soll diese Hürden abbauen. Der Ausbildungsgang kann in jeder Region der Schweiz an einem LBBZ oder INFORAMA nach dem gleichen Konzept durchgeführt werden. Innovativ ist die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungsinstitutionen sowie sozialen Fachhochschulen. Projektleitung Der Lehrgang verleiht den Betreuerfamilien die nötige fachliche Sicherheit und fördert die Qualität der Betreuungsleistungen. Die Angebote für Pflegebedürftige Menschen verschaffen den Landwirtsfamilien einen willkommenen Zusatzverdienst. Bereits haben andere Regionen das Modell übernommen. Im Herbst 2003 starteten entsprechende Kurse in der Ostschweiz und im Kanton Aargau. Die neuen Angebote beruhen auf den im Emmental gemachten Erfahrungen.
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