Mit der «Modellregion Göschenen - Eine Zukunft für Mensch und Berg» wird ein ganzheitliches Projekt verwirklicht, das die verschiedenen Aspekte von Alpintourismus, Berglandwirtschaft, Umweltschutz und Wirtschaft miteinander verknüpft. Das Projekt will konkrete Schritte hin zu einem umweltverträglichen Alpintourismus tun und die Solidarität zwischen der einheimischen Bevölkerung und den TouristInnen stärken. Es besteht aus vier Teilprojekten:
1. Alpintourismus und Berglandwirtschaft: Direktvermarktung lokaler und regionaler Landwirtschaftsprodukte; konsequente Versorgung der Hütten, Hotels und Gaststätten mit einheimischen Produkten; Aufklärung der AlpintouristInnen über Herkunft und Produktionsbedingungen sowie über Landschaftsschutz bzw. -pflege; Ferien auf Bergbauernhöfen; Erlebnis- und Informationspfad zum Thema Berglandwirtschaft.
2. Alpintourismus und Hüttenbewirtschaftung: Gesteigerte Komfortansprüche und die allgemeine Konsumhaltung führen zu Problemen in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Wasserbehandlung, Transporte sowie Landschafts- und Naturschutz. Die fünf Hütten der Region sollen Vorbilder für nachhaltiges Wirtschaften sowie sanften Alpinismus und Alpintourismus sein (Öko-Label). Die Gäste sollen sich mit Hütte und Region identifizieren und Verständnis für die ökologischen Rahmenbedingungen aufbringen.
3. Alpintourismus und Verkehr: Mit Anreizen wie Öko-Bonussysteme oder Umweltabos und Information sollen die Touristen zu umweltverträglichem Mobilitätsverhalten motiviert werden. Der Privatverkehr ist über Lenkungsabgaben zu reduzieren.
4. Alpintourismus und Landschaftsschutz: Die Komfort- und Sicherheitsbedürfnisse der AlpinistInnen und AlpintouristInnen sollen in Einklang mit dem Erhalt der wildnisnahen Hochgebirgslandschaft gebracht werden. Unnötige Belastungen von Luft, Wasser und Boden sind zu vermeiden.