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Regio Plus Publikationen Info-Bulletin Regio Plus Net Nummer 5 / Herbst 2003

Info-Bulletin Regio Plus Interreg

Ein Informationsbulletin des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) und des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) Gemeinsame Ausgabe für die Programme Regio Plus und Interreg Herbst 2003, Nr. 5

Inhalt

Zusammenarbeit statt Konkurrenzkampf
Editorial von Rudolf Schiess, Leiter Regional- und Raumordnungspoiltik, seco.

Regio Plus

Nachhaltige Siedlungswasserwirtschaft in Geuensee (LU)
Rohrkolben: Eine Pflanze mit Zukunft
Unter der Aufsicht von Wissenschaftlern werden im luzernischen Geuensee Regen- und Abwasser für die Produktion von Rohrkolben genutzt. Die Teichanlage ist ein kostengünstiges Auffangbecken für verschmutztes Regenwasser. Gleichzeitig ist der Rohrkolben ein ökologisch hochwertiges Baumaterial. Universitäten aus aller Welt interessieren sich deshalb für die Forschungsresultate.

Biologiestudentin untersucht die Rohrkolbenanlage
Wissenschaftliche Studien prüfen Funktion und Leistung der Retentionsanlage Geuensee. Darunter ist auch die Praktikumsarbeit von Marion Kissling. Die 25-jährige Biologiestudentin erzählt, was sie an der Anlage Geuensee interessiert.

Wasserweg Albula
Ruhige Stunden am Wasser
Der Verein Wasserweg Albula bietet erschöpften Zeitgenossen die Möglichkeit, auf unkomplizierte Art die Hektik des Alltags für ein paar Stunden abzustreifen. Ein Wegnetz von insgesamt sieben Kilometern führt Touristen zu naturbelassenen Attraktionen rund um das Thema Wasser – ein Beispiel für naturnahe Tourismusförderung im Rahmen von Regio Plus.

Phytoark
Walliser Kräuter beleben die Wirtschaft
Rund die Hälfte der in der Schweiz produzierten Bio-Kräuter werden von der Walliser Kräuterbau-Genossenschaft Valplantes angebaut. Einer ihrer wichtigsten regionalen Abnehmer ist Gaston Haenni. Sein Unternehmen Rostal AG entwickelt und vermarktet Lebensmittel-Produkte auf Kräuterbasis. Dabei arbeitet Haenni eng mit verschiedenen Institutionen im Wallis zusammen. Dank dem Regio-Plus-Projekt «Phytoark» könnten schon bald weitere Geschäftspartner hinzukommen.

Umfrage
Wenn Regio Plus und Forschung zusammenspannen Geopark Sarganserland-Walensee-Glarnerland
Die Region Sarganserland-Walensee-Glarnerland soll sich mit Hilfe des Regio Plus Projekts «Geopark» zu einem Zentrum für Bergbau und Geologie entwickeln. Die Forschungsstätte Versuchsstollen Hagerbach AG unterstützt das Projekt. Volker Wetzig – Verantwortlicher für Forschung und Entwicklung – erklärt warum.

Micro Center Central-Switzerland
Mit der Unterstützung von Regio Plus ist es gelungen, im ländlichen Obwalden ein Firmennetz im Bereich Mikrotechnologie zu schaffen. Bruno Waser, Geschäftsführer des «Micro Center Central-Switzerland» (MCCS) berichtet über seine Erfahrung mit Regio Plus.

Miscanthus
Die Miscanthus-Pflanze (Chinaschilf) ist ein nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff. Miscanthus eignet sich zur Herstellung von Papier, Kunststoffersatz und Baumaterial. Regio Plus unterstützt die Forschungsarbeiten im Bereich Leichtbauelemente. Ulrich Freudiger, Vizepräsident der Interessengemeinschaft Miscanthus ist zuversichtlich, das Produkt bald auf den Markt bringen zu können.

Alpines Institut für Phytopharmakologie und Genossenschaft COFIT
Unterstützt von Regio Plus werden im Tessin seit 1998 Heilpflanzen angebaut. Die biologische Produktion von Kräutern verknüpfen die Projektträger mit neuen Bildungsangeboten sowie mit Aktivitäten in den Bereichen Analyse und Forschung. Ario Conti, Studien- und Forschungsleiter des Projekts, zieht eine Zwischenbilanz.

Projektübersicht Regio Plus
Stand des Programmes im September 2003

Projektflash
«SchaffhausenTotal»
Informationsstelle mit Stil

Anfang Juni öffnete die neue Informations- und Dienstleistungszentrale SchaffhausenTotal ihre Tore.

«Wald – Landschaft – Gantrisch»
Neue Ideen für die Holzverarbeitung

Strassenleitplanken aus Holz statt aus Metall – eine ungewöhnliche Idee aus dem Berner Gantrischgebiet.

Leader +
Nicht nur Feriengäste brauchen eine professionelle Betreuung
Zum Wohle ihrer Gäste sind Hoteliers, Küchenchefs und Serviceangestellte rund um die Uhr im Einsatz. Auf der Strecke bleiben dabei oft die Kinder des Personals, denn die Öffnungszeiten öffentlicher Kindergärten und Horte richten sich nicht nach den Einsatzplänen von Hotelmanagern und Empfangspersonal. Das Projekt «Tirolino – Maßgeschneiderte Kinderbetreuung für Arbeitskräfte im Tourismus» greift den betroffenen Eltern unter die Arme.

Interreg

Regionalpolitik in Grenzregionen
«St. Gallen kämpft mit der grossen Distanz zu Bern. Die Schweiz endet aber nicht nach Winterthur.» Josef Keller, Regierungsrat, Kanton St. Gallen

«Neuenburg ist ein urbaner Kanton mit langer Industrietradition.» Bernard Soguel, Regierungsrat, Kanton Neuenburg

Interreg IIIA: Wirtschaftsförderung am Oberrhein
Mit Rhin Tech Entreprise gelingt der Sprung ins Ausland
Im Kampf um internationale Marktanteile werden kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Region Oberrhein nicht allein gelassen. Das Interreg-Projekt Rhin Tech Entreprise hilft beim Einstieg in den europäischen Markt und steht Unternehmen mit persönlicher Beratung zur Seite.

Interreg IIIB: Habitalp
Daten zum Schutz der Alpenwelt
Um landschaftliche Veränderungen in den Alpen exakt beobachten zu können, sollen die dazu verwendeten Daten im ganzen Raum standardisiert werden. Im Rahmen des Interreg IIIB Projekts Habitalp beteiligt sich die Schweiz bei der systematischen Überwachung langfristiger Umweltveränderungen.

Interreg IIIB: Alpinetwork
Vom lokalen Beziehungsnetz zum europäischen Netzwerk
Das transnationale Interreg Projekt Alpinetwork versucht, die Wirtschaftsentwicklung ländlicher Gebiete mit Hilfe modernster Kommunikationstechnologie anzukurbeln. Sieben europäische Regionen sollen sich per Mausklick näher kommen, darunter auch die Zentralschweiz.

Interreg IIIC: Transnationales Netzwerk
Netzwerk für landwirtschaftliche Beratungsdienste
Dank eines im Rahmen von Interreg IIIC geschaffenen Netzwerks sollen landwirtschaftliche Beratungsdienste ihr Expertenwissen in Zukunft in einem institutionalisierten Rahmen europaweit austauschen können.

«Wir Schweizer fürchten schnell, ein Gremium sei zu gross»
Erich Waldmeier ist überzeugt: «Es wird immer wichtiger, in grossen Zusammenhängen zu denken.» Der Präsident der «Internationalen Akademie land- und hauswirtschaftlicher Beraterinnen und Berater» (IALB) Schweiz erklärt, weshalb ländliche Regionen von Interreg profitieren.

Steckbrief
Das Wichtigste zu Regio Plus und Interreg auf einen Blick

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