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Regio Plus Publikationen Info-Bulletin Regio Plus Net Nummer 4 / Sommer 2002

Info-Bulletin Regio Plus Interreg

Ein Informationsbulletin des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) und des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE)

Gemeinsame Ausgabe für die Programme Regio Plus und Interreg

Sommer 2002, Nr. 4

Inhalt

Spielraum nutzen Editorial von Eric Scheidegger, Botschafter, Leiter Standortförderung, seco

Regio Plus:

Schutzinteressen mit wirtschaftlichem Nutzen verbinden Mit einer Ergänzung des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) soll die Grundlage geschaffen werden, um so genannte Natur- und Landschaftsparks zu fördern. Damit will der Bund den Regionen vermehrt die Möglichkeit bieten, Natur- und Landschaftsschutz mit wirtschaftlichen Interessen zu verbinden. Im folgenden Artikel erläutert Willi Meyer, Chef der Sektion Landschaft und Planung beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), die wichtigsten Punkte des Gesetzesentwurfs. Der Bundesrat befindet voraussichtlich diesen Herbst darüber.

3. Regio-Plus-Seminar im Tessin Das 3. Regio-Plus-Seminar findet am 7. und 8. November 2002 in Locarno statt - mit zwei Themenschwerpunkten. Erstens: Neue Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie und anderen Branchen. Zweitens: die Evaluation des Gesamtprogramms Regio Plus sowie abgeschlossener Projekte. Wie bei den ersten beiden Seminaren besteht wiederum die Möglichkeit, verschiedene Regio-Plus-Projekte vor Ort kennen zu lernen. Ein attraktives Rahmenprogramm bietet ausgiebig Gelegenheit, informelle Kontakte zu pflegen und Erfahrungen auszutauschen.

Handicap in Chance verwandelt Das «Biosphärenreservat Entlebuch» gehört zu den Regio-Plus-Projekten der ersten Stunde. Heute gilt es über die Landesgrenzen hinaus als Beispiel für die erfolgreiche Realisierung einer Parkidee, und das Know-how der Projektträger ist gefragter denn je. Von Anfang an dabei war Theo Schnider, Co-Projektleiter und heutiger Direktor des UNESCO Biosphärenreservates Entlebuch Schweiz. Er blickt auf die wichtigsten Etappen zurück und sagt, wie die Region aus einem vermeintlichen Handicap eine Chance gemacht hat.

«Ohne Kooperation geht nichts» Im Unterschied zur Schweiz haben unsere Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Italien schon früh damit begonnen, Schutzgebiete systematisch abzugrenzen. Allein in Frankreich sind seit Ende der 60er Jahre 40 so genannte regionale Naturparks entstanden, und in den italienischen Alpen gibt es heute 36 Natur- und Nationalparks. Was können wir aus den Erfahrungen unserer Nachbarn lernen? Dazu haben wir Roland Dellagiacoma befragt, den Abteilungsdirektor Natur und Landschaft der Provinz Bozen (I), der sich seit rund 25 Jahren mit der Einrichtung von Regionalparks beschäftigt.

Projekt-Flash Zwei Regio-Plus-Projekte kurz vorgestellt:

  • Nachhaltige Siedlungswasserwirtschaft (LU)
  • Logistikprojekte im Berner Oberland

Projektübersicht Regio Plus: Stand des Programms im Juli 2002

Die Schweizer «Parklandschaft» wird vielfältiger Immer mehr ländliche Regionen sehen Natur- und Landschaftsschutz als Chance, sich auch wirtschaftlich zu entwickeln. Aussicht auf Erfolg haben Projekte allerdings nur, wenn sich die verschiedenen Interessenvertreter dafür engagieren. Deshalb unterstützt auch Regio Plus entsprechende Kooperationsprojekte - gegenwärtig sind es deren fünf. Wir haben die Verantwortlichen nach dem Projektstand und den Zukunftsaussichten befragt. Gleichzeitig sagen sie, welches für sie die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind.

Interreg:

Grosse Nachfrage - geglückter Start Die ersten grenzüberschreitenden und transnationalen Projekte mit Schweizer Beteiligung im Rahmen von Interreg III sind genehmigt. Das Echo auf die vorausgegangenen Projektausschreibungen war riesig, und schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Nachfrage nach Fördergeldern über dem Angebot liegt. Ein Zwischenbericht zum Stand von Interreg III in der Schweiz.

Neue Projekte kurz vorgestellt

  • Informationsstelle des französisch-schweizerischen Jurabogens
  • Grenzüberschreitendes Beratungsnetz für Handwerk und KMU am Oberrhein

Innovativer Umweltschutz Bereits unter Interreg II wurden viele grenzüberschreitende Projekte im Umweltbereich realisiert. Diese Entwicklung setzt sich unter Interreg III fort. Den Aktionsradius weiter als nur bis zur Landesgrenze zu ziehen, macht bei vielen Themen Sinn. Nirgends ist dies allerdings so offensichtlich wie im Umweltbereich. Umweltprobleme in grenznahen Gebieten waren «grenzüberschreitend», lange bevor die Interreg-Initiative existierte. Vier Beispiele zeigen, wie Gemeinschaftsprojekte in diesemBereich zu innovativen Lösungen führen.

Die Pilotaktion «Ostalpen» 1996 hat die Europäische Kommission beschlossen, mit der Gemeinschaftsinitiative Interreg II auch die transnationale Zusammenarbeit im Bereich der Raumentwicklung zu fördern. Die Regionen der Ostalpen profitierten indirekt von diesem Impuls dank einer so genannten Pilotaktion, die von der EU-Kommission im Frühling 1998 verabschiedet und insgesamt mit 10 Mio. Euro dotiert wurde. Dazu eingeladen, sich an der Pilotaktion «Ostalpen» zu beteiligen, wirkte auch die Schweiz an einigen Projekten mit. Im Rahmen von Interreg III ist das Kooperationsgebiet nun auf den gesamten Alpenraum und seine Randregionen ausgedehnt worden.

Steckbrief

Das Wichtigste zu Regio Plus und Interreg auf einen Blick

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