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Ein Informationsmagazin des Staatssekretariates für Wirtschaft seco Herbst 2000, Nr. 2 Inhalt Allheilmittel Tourismus? Editorial von Rudolf Schiess, Leiter Regional- und Raumordnungspolitik, seco Eine Zukunft mit Zukunft für den ländlichen Tourismus Wie kann der Tourismus zum Lebensnerv und Entwicklungsmotor für den ländlichen Raum werden? Professor Hansruedi Müller, Leiter des Forschungsinstitutes für Freizeit und Tourismus der Universität Bern, skizziert eine «wünschbare Zukunft» für den ländlichen Tourismus und stellt sieben Forderungen auf, damit diese Zukunft Wirklichkeit wird. Viele Pilgerwege führen nach Rom Immer mehr Menschen entdecken das Pilgern als Alternative zum Massentourismus. Ländliche Regionen in ganz Europa wollen diesen Trend wirtschaftlich nutzen. Auch im Berner Oberland hat man sich auf die Pilgertradition besonnen und den historischen Jakobsweg wiederbelebt. Dank dem von Regio Plus unterstützten Projekt «Unterwegs sein» gilt das Berner Oberland mittlerweile als Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um das Pilgern. Ein Beispiel, wie in einem gesättigten Markt erfolgreich diversifiziert werden kann. Drei Fragen an Joe Weber, Projektleiter von «Unterwegs sein». Neue Perspektiven dank ländlichem Tourismus Für viele Regionen ist der ländliche Tourismus eine Entwicklungschance, um die negativen Auswirkungen des Strukturwandels zu bekämpfen. Immer mehr wird der Wert einer intakten Natur- und Kulturlandschaft erkannt. Um dieses touristische Potenzial wirtschaftlich zu nutzen, braucht es aber vor allem Eines: Kooperation. Dies zeigt unter anderem auch unsere Umfrage. Drei Verantwortliche von Regio-Plus-Projekten sagen, welche Entwicklungschancen der ländliche Tourismus ihrer Region bietet.
Projektflash Drei Regio-Plus-Projekte kurz vorgestellt:
Regio-Plus-Projekte Gegenwärtig werden 60 Projekte durch Regio Plus unterstützt – eine Übersicht Wie aus Bauern Tourismusunternehmer werden Seit Jahren laufen im Waadtland Bestrebungen, den ländlichen Tourismus verstärkt zu fördern – mit unterschiedlichem Erfolg. Unterstützt von Regio Plus ist diesen Frühling nun ein branchenübergreifendes Projekt gestartet worden, das die vielen Einzelinitiativen koordinieren, die Information und Ausbildung der Anbieter verbessern sowie die Vermarktung intensivieren will. Erfolgversprechend ist das Projekt, weil sich sowohl Private als auch die öffentliche Hand – insbesondere der Kanton – engagieren. Netzwerk für den ländlichen Tourismus Mit Unterstützung durch InnoTour ist vor bald zwei Jahren das «Netzwerk Ländlicher Tourismus» gestartet worden. Das branchenübergreifende Kooperationsprojekt will vor allem die Qualität der ländlichen Tourismusangebote verbessern und den Know-how-Transfer zwischen den Akteuren fördern. Für Projekt-Mitinitiant Thomas Egger von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) besteht im ländlichen Tourismus der Schweiz ein grosser Nachholbedarf. Im Interview sagt er, was konkret zu tun ist, um das Entwicklungspotenzial zu nutzen. Qualität, Professionalität und Vernetzung Bei der Entwicklung des ländlichen Raums setzt die Europäische Union voll auf den Tourismus. Seit dem Start der Gemeinschaftsinitiative LEADER im Jahre 1991 sind weit über 4000 entsprechende Projekte lanciert worden. Allein im Rahmen von LEADER I (1991 bis 1994) wurden etwa 40 Prozent aller Investitionen für den ländlichen Tourismus aufgewändet. Und auch in den Nachfolgeprogrammen LEADER II und LEADER+ spielen Tourismus-Projekte eine zentrale Rolle. Erfahrungen und Beispiele aus der EU. Neue Kommunikationsplattform für INTERREG Am 1. März dieses Jahres ist INTERREG III, das Programm zur Förderung der transeuropäischen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU, in Kraft getreten. Zusammen mit dem Bundesamt für Raumentwicklung baut das Staatssekretariat für Wirtschaft seco begleitend dazu eine Kommunikationsplattform auf. Diese soll den Austausch von Erfahrungen, Know-how und innovativen Ideen zwischen den einzelnen Regionen in der Schweiz und im übrigen Europa fördern. Steckbrief Das Wichtigste zu Regio Plus auf einen Blick Info-Bulletin Nr. 2/00 als PDF zum Herunterladen: Info-Bulletin Nr. 2/00 per E-Mail bestellen. |