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Trägerschaft: Verein Ökomarkt (VÖM) Graubünden sowie verschiedene regionale Organisationen und Ämter.
Beteiligte Branchen
Kurzbeschrieb des Projektes
Nach ökologischen Kriterien entsteht ein regionaler, geschlossener Wirtschaftskreislauf. Das heisst: Ökologische Produkte werden in der Region hergestellt, verarbeitet, vermarktet und konsumiert. Zu diesem Zweck werden Unternehmen zertifiziert, die sich zur ökologischen Betriebsführung und zur Abnahme ökologisch hergestellter Produkte verpflichten. In weiteren Projektschritten soll die Idee des regionalen Wirtschaftskreislaufes auf den ganzen Kanton ausgedehnt werden. Auch die Transportlogistik ist nach ökologischen Kriterien zu organisieren.
Gründe für das Projekt
Die Region Nordbünden hat mit Abwanderung zu kämpfen. Als Folge ist die Bewirtschaftung und damit die Erhaltung der Landschaft gefährdet.
Bei bisherigen Projekten, vor allem in der Landwirtschaft, wurden Betriebe und Produkte unterstützt, während das Problem der Vermarktung in den meisten Fällen ungelöst blieb; weitere Subventionen wurden notwendig. Der VÖM will mit geeigneten Mitteln (z.B. Hotelzertifizierungen) zuerst die Nachfrage schaffen. Die Erfahrung zeigt, dass die Produzenten ihr Angebot sehr rasch dem Markt anpassen. Projektziele
Vorgehen
Zunächst wird die Nachfrage des Gastgewerbes (später auch des Detailhandels) nach regionalen, ökologisch hergestellten Produkten gefördert. Hotels, die sich zur Abnahme der entsprechenden Produkte verpflichten, werden nach einem detaillierten Kriterienkatalog mit einem speziellen Öko-Label ausgezeichnet. Hersteller und Produkte erhalten ebenfalls Öko-Zertifikate oder -Deklarationen, um den Kreislauf qualitativ hochwertiger Produkte zu schliessen. Schritt für Schritt sollen weitere Branchen in den Öko-Produkte-Kreislauf einbezogen werden.
Zeitlicher Rahmen
Finanzieller Rahmen
Gesamtkosten: Fr. 802'000
Auswirkungen des Projektes...
Modellcharakter des Projektes
Das Öko-Projekt Nordbünden basiert nicht auf der direkten Vermarktung von ökologischen Produkten im herkömmlichen Sinne. Vielmehr wird versucht, einen gesamten Wirtschaftskreislauf aufzubauen und zu fördern. Durch die Nachfrage nach ökologischen Leistungen sollen Produzenten und Verarbeiter einen Anreiz erhalten, eher auf neue Produkte umzustellen; sie müssen sich den Markt nicht erst noch schaffen.
Betriebe werden ganzheitlich nach ökologischen Kriterien beurteilt. Die verbesserten Leistungen in Landwirtschaft und Hotellerie tragen zur Qualitätssteigerung im Bündner Tourismus bei.
Projektleitung Stand des Projektes, Januar 2000 Das bewährte Hotelzertifizierungssystem wird grundlegend überarbeitet, modular aufgebaut, mit ISO-Zertifizierungen abgestimmt und auf weitere Branchen ausgedehnt. Das System steht am Anfang der Testphase und wird im Frühling 2000 im Hotelbereich und in einer zusätzlichen Branche lanciert. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden nicht mehr nur umweltrelevante, sondern auch soziale und wirtschaftliche Fragestellungen bei der Zertifizierung berücksichtigt. Die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe bleibt ein wichtiges Anliegen. Aus dem Schlussbericht Wissen, wie umweltfreundlich man seine Ferien verbringt - zur Kennzeichnung ökologisch sinnvoll geführter Betriebe in Nordbünden hat der Verein ein neues Logo entwickelt: den Steinbock. Hotels und Restaurants erhalten damit einen Anreiz für eine ökologisch sinnvolle Führung ihres Betriebs und Kunden können sich ihr Feriendomizil gezielt aussuchen. Die Projektleiter hatten verschiedene Hürden zu nehmen: Die ersten Erfahrungen in der Hotelbranche waren zwar positiv. Gleichzeitig zeigte sich aber, dass der erforderliche Aufwand für jede weitere Branche zu gross gewesen wäre. Die ursprünglich vorgesehenen Bedingungen für eine Zertifizierung erwiesen sich zudem als nicht realistisch. Ausschliesslich streng nach ökologischen Richtlinien geführte Hotels hätten mit dem Steinbock-Logo ausgezeichnet werden können. Das Konzept wurde deshalb überarbeitet: Soziale und wirtschaftlich Komponenten erhielten bei der Zertifizierung grösseres Gewicht. April 2003
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